Die Arbeitsgruppe Asyl, die sich im März dieses Jahres gegründet hat, setzt sich für die Verbesserung der Lebensbedingungen der Migranten im Landkreis ein. So machte sie darauf aufmerksam, dass sich die Situation von 54 Asylbewerbern seit ihrem Umzug von Leupoldishain nach Langburkersdorf nicht gerade verbessert habe (SZ berichtete). Dies bedeutet für die AG eine klare Isolierung von der einheimischen Bevölkerung und dadurch eine Behinderung bei der Integration der Heimbewohner.
Die Forderungen der neuen Arbeitsgemeinschaft (AG) „Asylsuchende“ an den Landkreis, die Lebensbedingungen dieser Menschen zu verbessern (die SZ berichtete), zeigen erste Wirkung.
Kritik des Sächsischen Flüchtlingsrates und der Opferberatung des RAA Sachsen e.V.
Am 16.05.2008 wurden drei 8, 13 und 14jährige nigerianische Schwestern massiv verängstigt, als sie unter Anwendung physischer Gewalt von mindestens 5 Polizeibeamten zurück in das Asylbewerberheim in Posseck (Vogtlandkreis) transportiert wurden. Straftätern gleich, wurden ihre Hände mit Handschellen auf dem Rücken gefesselt. Weil sie die Isolation in dem nahezu leeren, sehr abgeschiedenen Asylbewerberheim psychisch enorm belastete, hatten sie zuvor das Kinder- und Jugendwohnheim der AWO in Treuen selbst aufgesucht
Fahrscheine für Asylbewerber, um die weite Strecke Neustadt–Pirna besser zurücklegen zu können; dezentrale Unterbringung in eigenen Wohnungen, vor allem für Familien, anstatt in einem großen Heim; Bargeld statt Sachleistungen – das sind die drei Hauptforderungen der neu gebildeten Arbeitsgemeinschaft „Asylsuchende“ an den Landkreis Sächsische Schweiz, die sie heute direkt bei einem Gespräch im Landratsamt vorbringen will.
Asylsuchende leben unter vielerlei Einschränkungen. Im Landkreis Sächsische Schweiz gründete sich eine AG um Verbesserungen im Landkreis zu erwirken: Bargeld statt Fresspakete, Wohnungen statt Heim und ermäßigte Fahrpreise in dieser abgeschiedenen Gegend für Asylsuchende.