Presseerklärung der AG Asylsuchende des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge
„Wir sind entsetzt über den gewaltsamen Tod von Khaled Idris Bahray in Dresden. Seiner Hoffnung auf ein Leben in Sicherheit in unserem Land wurde ein gewaltsames Ende gesetzt“, so eine Sprecherin der AG.
Auch in diesem Winter werden wieder Asylsuchende aus Sachsen eiskalt abgeschoben – ohne Rücksicht auf die harten winterlichen Bedingungen ihrer Herkunftsländer, in denen die Abgeschobenen keine behagliche Weihnachtsstimmung erwartet.
Wir – die AG Asylsuchende – freuten uns heute mit der Faninitiative „1953international“ über den Integrationspreis 2013, der im Sächsischen Landtag verliehen wurde.
Mit unserem gemeinsamen Projekt „Am Ball bleiben – Dynamofans laden Flüchtlinge ins Stadion ein“ konnten wir die Jury überzeugen
Am 07.11.2013 wurde in der Neuen Synagoge Dresden der Sächsische Förderpreis für Demokratie verliehen. Nominiert waren zehn Projekte, die sich, so die Jury, „[..] in herausragender Weise für Menschenrechte und gegen Rechtsextremismus engagieren und die demokratische Kultur in Sachsen täglich bereichern und fördern.“ Neben dem Soziokulturelles Zentrum Alte Brauerei e.V. erhielten wir einen der zwei Hauptpreise. Wir freuen uns sehr über diese Anerkennung und die Unterstützung unserer Arbeit!
Wir fordern eine Politik, die Flüchtlinge schützt und nicht zur Zielscheibe rassistischer Hetze werden lässt: Für ein Recht auf dezentrale Unterbringung, Bewegungsfreiheit und gleichrangigen Zugang zu Beschäftigung!
Rassistischer Propaganda entgegentreten. Täglich und überall.
Während der NSU-Abschlussbericht in Berlin vorgestellt wird, gehen rassistische Gewalt und neonazistische Aktivitäten im Land ungehindert weiter.
In Berlin-Hellersdorf hetzen seit Tagen neonazistische Kreise, allen voran die NPD, gemeinsam mit einigen Anwohner_innen gegen das Asylbewerberheim und die neu ankommenden Flüchtlinge. Auch in Sachsen schaffen NPD-Plakate mit rassistischen, menschenverachtenden Botschaften und NPD-Kundgebungen u.a. vor Asylsuchendenunterkünften ein Klima der Angst für Flüchtlinge, anders Aussehende und anders Lebende.
Im nur 30 Kilometer von Dresden entfernten Schmiedeberg ist nach Polizeiangaben am Dienstagabend ein Asylsuchender aus Pakistan von bislang Unbekannten angegriffen und schwer verletzt worden. Der Mann war auf dem Weg von einem Supermarkt zu seinem Wohnheim von hinten angegriffen und mit einem knüppelähnlichen Gegenstand niedergeschlagen worden.
Nachstehend eine Pressemitteilung des Bon Courage e.V.:
Bon Courage e.V. verurteilt die Abschiebung einer türkischstämmigen Frau und deren elfjährigen Tochter nach Mazedonien in der Nacht von 27. zum 28. Mai. Vereinsvorsitzende Münch fordert die sofortige Aufhebung der Einreisesperre und die Ermöglichung der Wiedereinreise.