Pirna. Ein polizeilich bekannter Mann aus Neustadt wurde gestern vor dem Amtsgericht in Pirna zu einer Gefängnisstrafe von zehn Monaten verurteilt. Der 36-jährige Tony W. soll im Juni 2012 am Freibadesee in Neustadt einen Asylbewerber getreten haben und mit einer Bierflasche auf ihn losgegangen sein. Der Bad-Besucher wurde dabei leicht verletzt.
Dresden. Flüchtlingsorganisationen haben gegen die Abschiebung von 78 Roma aus Sachsen nach Serbien und Mazedonien protestiert. Die Roma seien gestern Morgen vom Dresdner Flughafen aus nach Belgrad und Skopje geflogen worden, teilte das Netzwerk Asyl mit. Die Bundespolizei habe rechtlichen Beistand verhindert. Bereits im Dezember hätten die Behörden eine große Zahl von Flüchtlingen vom Leipziger Flughafen aus in die Balkanstaaten gebracht.
Interessiert es uns eigentlich noch? Wir überlesen es ab und zu in der Zeitung. Der Name Lampedusa sagt uns was – wieder ist irgendwo zwischen Afrika und Europa ein völlig überfülltes Flüchtlingsboot abgesoffen. Wie viele Tote? Wir wollen es eigentlich gar nicht wissen. Die können doch sowieso nicht alle zu uns kommen – das Boot ist voll, wir müssen uns erstmal um uns selbst kümmern. Es tut uns zwar irgendwie leid, aber wir können doch auch nichts machen. Wirklich?!
Menschenrechte sind das Fundament demokratischer Werte. Deshalb setzen sich die Unterzeichner_innen dieser Stellungnahme für menschenwürdige Bedingungen für Asylsuchende sowie die Gewährleistung der Religionsfreiheit und die Wertschätzung der Religionen ein.
Mit der DNN sprach Petra Schickert über das rassistische Vorurteil des „kriminellen Ausländers“, das immer wieder genutzt wird um Angst und Hetze, auch gegen asylsuchende Menschen zu schüren.
Auf der Suche nach einem neuen Objekt entbrennt heftiger Streit und heftiger Widerstand. Durch die NPD wohlwollend beobachtet werden rassistische Vorurteile gebracht, um ein Heim in Pirna abzulehnen. Zwei Artikel aus der Sächsischen Zeitung vom 23. September 2011.
Nach mehreren Bränden im Asylsuchendenheim Langburkersdorf – der letzte war am 25. August diesen Jahres auf Grund eines technischen Defektes – ist ein Teil des Heimes nicht mehr bewohnbar. Die Asylsuchenden wurden danach in verschiedenen Heimen der Landesdirektion Dresden untergebracht. Da der Landkreis jedoch zur Aufnahme von Asylsuchenden verpflichtet ist, muss ein neuer Standort für ein Heim gefunden werden. Bereits im März übte die Landesdirektion Dresden unmißverständlich Druck auf die Landkreisverwaltung aus, weitere Gemeinschaftsunterkünfte für Asylsuchende zu schaffen. Das Sächsische Staatsministerium erwartete vom Landkreis auf seiner Dienstberatung am 7. April 2011 „Erfolgsmeldungen“. Dazu prüfte, einer Beschlußvorlage an die Kreisräte zufolge, der Landkreis verschiedene Möglichkeiten und schlug die Anmietung der Roten Kasernen vor, da dies die finanziell beste Möglichkeit darstellen würde. Über den Ausbau der Roten Kasernen zum zentralen Heim für mehr als 370 Asylsuchende im Landkreis Sächsische Schweiz sollte in der Kreistagssitzung am 26. September 2011 abgestimmt werden.