Rettet Hamzas Leben!

in Kategorie: Politisch aktiv

Wir sind entsetzt, wie ignorant sich sächs. Behörden und Gerichte gegenüber Menschen in Abschiebehaft verhalten. Statt dass sie erkennen, dass sie das Leben eines Menschen, für den sie verantwortlich sind, retten müssen, sehen sie sein Verhalten lediglich als Affront und Erpessung gegen sie.

Wir unterstützen darum die Petition des Sächsischen Flüchtlingsrates

Heute um 16:30 Uhr findet auch eine Kundgebung vor dem Innenministerium in Dresden statt. Kommt zahlreich und teilt diese Informationen!

Stoppt die lebensbedrohliche Behandlung von Hamza A. – Sofort handeln!

Seit dem 17. Juni 2025 befindet sich Hamza A. in der Dresdner Abschiebehaft. Seit dem 21. Juni befindet er sich im ununterbrochenen Hungerstreik – sein Gesundheitszustand ist inzwischen lebensbedrohlich. Trotzdem unternahmen Behörden fünf Abschiebeversuche, davon drei an einem einzigen Tag, innerhalb weniger Stunden, bei denen Hamza mehrfach nackt ausgezogen, erniedrigt, gefesselt und unter Zwang in Flugzeuge getragen wurde. Zwei Piloten verweigerten den Transport wegen seines Zustands. Ärzte der Einrichtung bescheinigten trotz Hungerstreik, dramatischem Gewichtsverlust (22 kg) und dokumentierten Suizidversuchen eine „Reise- und Transportfähigkeit“. Berichte über entwürdigende und rechtswidrige Praktiken in der Dresdner Abschiebehaft mehren sich – darunter Isolation, permanenter Sichtkontakt, Zwangshelme, fehlende Waschmöglichkeiten und körperliche Übergriffe. 

Besonders alarmierend: Nach einem so langen Hungerstreik besteht bei einer Nahrungsaufnahme akute Lebensgefahr durch das Refeeding-Syndrom. Dieses kann ohne sorgfältige, ärztlich überwachte und schrittweise Ernährung zu Herzversagen, Organversagen oder Tod führen. Eine unabhängige, spezialisierte medizinische Betreuung ist daher unverzichtbar – und in der aktuellen Abschiebehaft nicht gewährleistet. 

Hamza A. droht bei einer Abschiebung in die Türkei zudem politische Verfolgung. Sein türkischer Anwalt hat dies bestätigt. Dennoch ignorieren die zuständigen Behörden die eindeutigen medizinischen und menschenrechtlichen Warnzeichen. Jede weitere Verzögerung kann tödlich enden. 

Unsere Forderungen: 

  • Sofortige Überführung von Hamza A. in eine unabhängige, kontrollierte medizinische Versorgung außerhalb der Abschiebehaft, um das Refeeding-Syndrom zu verhindern und den lebensbedrohlichen Zustand zu behandeln.
  • Aussetzung der Abschiebung in die Türkei, bis der lebensbedrohliche Zustand vollständig abgewendet ist.
  • Beendigung der unmenschlichen Praktiken in der Dresdner Abschiebehaft. 

Wir fordern von der Landesdirektion Sachsen und allen zuständigen Stellen, unverzüglich zu handeln – bevor es zu spät ist. 

➡️ Unterstützen Sie diese Petition retten wir Hamza A. und setzen ein Zeichen gegen menschenrechtswidrige Abschiebepraxis!