Fakten gegen Vorurteile

megaphone 150px 01"Wir können doch nicht ganz Afrika aufnehmen". Wo immer es um Asylsuchende geht, fallen solche Sätze - Sätze, die auf absoluter Ahnungslosigkeit und oft auf rassistischen Vorurteilen gründen. Aber was entgegnen, wenn der Nachbar so daherredet? Eine Übersicht über die häufigsten Vorurteile - und eine angemessene Entgegnung findet ihr >>> hier

Für unseren Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge hat das Landratsamt eine Sammlung von Fakten zum Thema Asyl zusammengestellt. Diese findet ihr >>> hier

>> Die AG Asylsuchende hat sich als Verein gegründet. Bald findet Ihr hier eine überarbeitete "Über uns"- Version. <<

Die "Arbeitsgruppe Asylsuchende" ist ein Zusammenschluss verschiedener Vereine, Initiativen und Einzelpersonen, die sich dafür einsetzen, die Lebensbedingungen der Asylsuchenden im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge zu verbessern. Dabei vertreten wir die Interessen der Asylsuchenden parteiisch. Die Mitglieder der AG arbeiten ehrenamtlich.

Der AG Asylsuchende gehören an:

  • Mobiles Beratungsteam Mitte-Ost des Kulturbüro Sachsen e.V.
  • Alternatives Kultur-und Bildungszentrum e.V. (AKuBiZ e.V.)
  • Landeskirchliche Gemeinschaft Pirna
  • Freie evangelische Gemeinde Pirna Sonnenstein
  • RAA Sachsen e.V. - Beratungsstelle Dresden
  • Sächsischer Flüchtlingsrat e.V.
  • Ortsgruppen der SPD, der Bündnis90/Grünen und der LINKEN

und mehrere engagierte Einzelpersonen.

Wir stehen im engen Kontakt mit den Sozialarbeiter_innen der Caritas, die die Flüchtline hier im Landkreis betreuen.

Gegründet hat sich die Arbeitsgruppe im Mai 2008, mit dem Ziel das schon vorhandene Engagement in dem Bereich zu bündeln und Asylsuchenden eine Lobby zu geben. Dies fiel in die Zeit, als alle Asylsuchenden im Landkreis auf Grund der Schließung der Heime in Leupoldishain und Porschendorf, nach Langburkersdorf bei Neustadt/Sachsen umzogen.

Die AG startete mit folgenden Forderungen in ihr politisches Leben:

  • Fahrscheinausgabe, um die Strecke Neustadt-Pirna abdecken zu können
  • Bargeld statt Essenspakete
  • Vorrangige dezentrale Unterbringung vor der Unterbringung in großen Asylheimen
  • Flexibilisierung der so genannten „Residenzpflicht“

Kurz nach der Gründung der Arbeitsgruppe konnte schon der erste Erfolg verzeichnet werden. Anstelle der unmündig machenden Essenspakte wurde den Asylsuchenden nun Bargeld ausgezahlt - ein Erfolg für ein selbstbestimmteres Leben der Asylsuchenden! Die AG setzt sich derzeit vornehmlich für eine dezentrale Unterbringung der Flüchtlinge ein. Wir möchten, dass Asylsuchende in Wohnungen leben können und nicht ihr Dasein in großen abgelegenen Heimen fristen müssen. Viele Flüchtlinge leben schon seit mehreren Jahren in solchen Heimen - dabei ensteht Frust, Perspektivlosigkeit und soziale Isolation. Um diese Situation zu verbessern, haben wir uns in die Erarbeitung des "Konzeptes zur Unterbringung von Asylbewerbern im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge" eingebracht. Seit dem unterstützen wir die Landkreisverwaltung bei der Umsetzung des Konzeptes. Unsere Schwerpunkte sind dabei weiterhin die dezentrale Unterbringung von Asylsuchenden, die sozialarbeiterische Begleitung und die Unterstützung der Handlungsempfehlungen für Kommunen, Kirchgemeinden und Vereine.

Über diese Ziele hinaus setzt die AG auch auf Aufklärung und auf den Abbau von Vorurteilen in der deutschen Gesellschaft. Solche Vorurteile und rassistische Ressentiments werden gegenüber den Asylsuchenden traurigerweise oft praktisch, verletzen die Menschen körperlich und seelisch.

Wir versuchen auch im Einzelfall Asylsuchenden in praktischer Hinsicht zu helfen. Wir verstehen uns aber vorwiegend als politische Kraft, die sich auf der gesellschaftlichen Ebene für bessere Lebensbedingungen für Asylsuchende einsetzt.

Stand: Dez. 2013


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